Verkaufsoffener Sonntag

7. April 2010

Am 11. April kann man in Bielefeld die Geldbörse etwas erleichtern :-) . Geschäfte locken mit Frühlingsangeboten und viele bunte Blumen werden zu sehen sein.

Ich hoffe, die Sonne hat ein Herz für alle, die diesen Tag in Bielefeld verbringen wollen.

Jedenfalls habe ich den Sonntag fürs Bummeln eingeplant und werde mich also auch unter die Menschen mischen.

Natürlich habe ich den Fotoapparat dabei und wer weiß, vielleicht sehen wir uns, sei es auch nur für einen kurzen Augenblick.

Augen in der Gross-Stadt

Wenn du zur Arbeit gehst

am frühen Morgen,

wenn du am Bahnhof stehst

mit deinen Sorgen:

da zeigt die Stadt

dir asphaltglatt

im Menschentrichter

Millionen Gesichter:

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider -

Was war das? vielleicht dein Lebensglück…

vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang

auf tausend Straßen:

du siehst auf deinem Gang,

die dich vergaßen.

Ein Auge winkt,

die Seele klingt;

du hasts gefunden,

nur für Sekunden…

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider;

Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück…

Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang

durch Städte wandern;

siehst einen Pulsschlag lang

den fremden Andern

Es kann ein Feind sein,

es kann ein Freund sein,

es kann im Kampfe dein

Genosse sein.

Es sieht hinüber

und zieht vorüber…

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,

die Braue, Pupillen, die Lider.

Was war das?

Von der großen Menschheit ein Stück!

Vorbei, verweht, nie wieder.

Kurt Tucholsky

Lob – Bielefelder Newspaper

22. März 2010

Es ist besonders schön, wenn man Erfreuliches berichten kann und ich mag es gerne – andere loben!

Heute war ich in der Stadt und da kam ich bei der NW vorbei und da dachte ich, ich melde mich mal bezüglich des Artikels mit dem Wasserverbrauch zu Wort. Eine Frau hörte mir freundlich zu und versprach mir es auch weiterzugeben. Ganz kleine Mini-Kritik: Sie hätte eigentlich nach meinem Namen fragen sollen. Aber so wichtig ist das dann auch wieder nicht.

Wie es der Zufall wollte, wurde ich heute von einem Herrn der Neuen Westfälischen angerufen, der sich bemüht Abonnenten zu gewinnen. Da ich zur Zeit ein Probe-Abo habe, stand dieser Anruf also auch an.

Ich hatte ein sehr nettes und längeres Gespräch mit dem jungen Mann und ich muß sagen, er versteht sein Geschäft. Denn man kann keine Kunden gewinnen, wenn man sie bedrängt. Ich abonniere nicht die Zeitung, weil mein Budget sehr klein ist und ich immer noch die Möglichkeit habe, die NW im Internet zu lesen.

Doch ich bin mir sicher, sollte ich mal ein paar Euro mehr haben, werde ich mindestens ein Samstags-Abo in Erwägung ziehen, denn es ist immer noch angenehmer eine Zeitung in der Hand zu halten.  Aber so ein freundlicher Mensch trägt auch ganz viel zu solch einer Entscheidung bei.

Es gibt sie noch die netten Menschen! :-)

Kritik – Bielefelder Newspaper

22. März 2010

In der Ausgabe der Neuen Westfälischen vom heutigen Tag, 22. März 2010, kann man einen Artikel lesen mit der Überschrift: Jeder Bielefelder nutzt täglich 118 Liter Wasser

Hallo? Hat man mich vergessen beim durchchecken meines täglichen Wasserverbrauchs? Ich wohne doch auch in Bielefeld. Nein, also irgend etwas stimmt da nicht. Ich frage mich, wie man auf diese Zahl kommt.

Nun sehe ich schon den Leser, die Leserin hier schmunzeln und denken: Das ist doch ein Durchschnittswert.

Sorry, tut mir leid, da steht nichts davon im Artikel. Lediglich die Angabe: Die Stadtwerke Bielefeld entnehmen im Stadtgebiet knapp 6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr, Bethel 0,2 Millionen – die Wasserbeschaffungsverbände etwa 25.000 Kubikmeter.

Ich distanziere mich als Bielefelderin von diesem Artikel, denn ich versuche so sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen wie möglich und verbrauche garantiert keine 118 Liter Wasser täglich. Ich möchte also in dieser Form nicht mit Wasserverschwendern in einen Topf geworfen werden.

Bin ich nun eine Erbsenzählerin, weil ich diesen Artikel wörtlich nehme? Ist es verkehrt, wenn ich mich angesprochen fühle, wenn von “jeder Bielefelder” die Rede ist?

Bielefeld hilft Haiti

21. März 2010

In Bielefeld hat man zur Spendenaktion “Bielefeld hilft Haiti” aufgerufen, deren Schirmherrschaft der OB Pit Clausen übernommen hat.  Die Hilfe soll vor allem Kindern und Jugendlichen von Nutzen sein.

Grundsätzlich habe ich absolut nichts dagegen, wenn Kindern und Jugendlichen geholfen wird. Im Gegenteil. Dafür kann man nicht genug tun.

Aber bitte schön, was ist mit den Kindern und Jugendlichen, die hier in Bielefeld leben und dringend Hilfe benötigen?

Die Welt ist groß und nicht nur Haiti ist in Not. Warum nicht erst einmal die Sorgen und Nöte der eigenen Bevölkerung bekämpfen?
Ist das denn sooooo schwer?

Was wird denn mit Haiti ausgehandelt. Gibt es im Gegenzug zu den Spenden besondere Abkommen? Dürfen da die Deutschen künftig noch günstiger Urlaub in der Dom. Republik machen?

Vielleicht hat aber auch einer der Herren unseres Landes dort seinen Zweitwohnsitz errichtet?

Sorry, wenn ich diese Fragen so knallhart in den Raum stelle.

Ich habe von Politik Null Ahnung, aber ich frage mal:

Sollte man sich nicht erst einmal um die eigenen Leute kümmern???

Kritik

21. März 2010

Des öfteren bin ich am Nachmittag in der Stadt und habe Diverses zu erledigen. Arztbesuch, Sparkasse usw. Dabei nutze ich die Gelegenheit ein bißchen Bummeln zu gehen und mir die neuen Auslagen in den Geschäften anzuschauen. Sehr schnell vergeht die Zeit und dann fahre ich mit der Straßenbahn Linie 2 Richtung Milse,  um am Marktkauf auszusteigen, weil ich dort meine notwendigen Einkäufe für den Kühlschrank erledige.

Sehr oft habe ich mich geärgert, wenn ich auf die Uhr sah und es schon kurz nach 19 Uhr war und ich bangen mußte, meinen Bus nicht mehr mitzubekommen, der ca. 19.15 – Linie 25 – losfährt und auch der letzte Bus des Tages ist.

Wenn dann noch die Schlange an der Kasse entsprechend lang war, habe ich öfter nervös auf die Uhr geschaut, aber mich vordrängeln ist auch nicht meine Art.

Nun frage ich mich, warum an einem großen Supermarkt der letzte Bus 19.15 Uhr fährt und nicht kurz nach 20 Uhr. So lange hat nämlich der Supermarkt geöffnet.

Ich glaube nicht, dass alle Kunden ein Auto haben.

Warum richtet man sich nicht bei der Planung der Bus-Einsätze nach den Öffnungszeiten des Supermarktes?

Lob

21. März 2010

Ich bin viel mit Bus und Bahn unterwegs. In letzter Zeit ist mir der rege Wechsel der BusfahrerInnen aufgefallen. Dabei konnte ich feststellen, das es schon öfter vorkam, dass ein Busfahrer/Busfahrerin auf einen heraneilenden Fahrgast wartete und nicht einfach diesem vor der Nase davonfuhr.

Eine Busfahrerin der Linie 25 verließ sogar ihren Fahrersitz, um einer älteren Dame einen Sitzplatz zuzuweisen, damit diese bei der Anfahrt nicht umfällt. Das ist doch wirklich erwähnenswert und zu loben!

Lob und Kritik

21. März 2010

Ich habe mir eine Aufgabe für dieses Frühjahr und den Sommer 2010 gestellt. Nachdem ich nun 20 Jahre in Bielefeld lebe, wäre es nun langsam Zeit, die Stadt mit ihren Stadtteilen kennenzulernen. Ja, ich gebe zu, ich kenne diese Stadt immer noch nicht wirklich.

Wie man am Titel schon vermuten kann, beabsichtige ich nicht nur zu loben sondern auch Kritik zu üben. Vielleicht gibt es ja mal Leser, die an der richtigen Stelle sitzen um die Stadt Bielefeld  in eine durchweg  lobenswerte Stadt umzuwandeln und nicht nur für die Touristen, sondern in der Hauptsache auch für die Bürger der Stadt Bielefeld, denn die müssen mit allen Begebenheiten leben.

Natürlich hoffe ich, dass es viele Sonnentage gibt, an denen ich mich aufmachen kann,  immer  mit dem Fotoapparat im Gepäck.

Liebe BielefelderInnen, setzt alles ins positive Licht und ich lobe gerne ohne Ende mit viel Power und Freude zur Stadt am Teutoburger Wald.

Herzliche Grüsse

Eure Ingja

Hallo Welt!

21. März 2010

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